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Amphibolin

Die Universalfarben auf Reinacrylbasis für den vielfältigen Einsatz rund ums Haus.
  • LV Texte

    Verwendungszweck

    Vielseitig verwendbare emissionsminimierte und lösemittelfreie Fassaden- und Innen­farbe mit außergewöhnlich guter Haftfähig­keit auf fast jedem Untergrund. Die besondere Zusammensetzung vermindert den Schreibeffekt/Weißbruch bei farbigen Beschichtungen.

    Nicht für WDVS geeignet.

    Im Außenbereich für wetterbeständige Be­schichtungen auf glatten und feinstruktu­rier­ten Untergründen mit hoher Schutz­wirkung gegen aggressive Luftschadstoffe.

    Im Innenbereich für hoch strapazierfähige, scheuerbeständige, strukturerhaltende Beschichtungen, insbesondere auch für Beschich­tungen mit hohem Beanspruchungsgrad auf Capaver Glasgewebe-Wandbelägen, sowie wegen der hohen Lichtreflexion in schwach beleuchteten Fluren, Treppen­häusern, ­Lagerräumen, Werkshallen und Tiefgaragen geeignet.

    Eigenschaften

    • Starke Haftung auf vielen Untergründen
    • Hoher Reflexionsgrad
    • Desinfektionsmittelbeständig
    • Emissionsminimiert und lösemittelfrei
    • Schlagregendicht, wasserabweisend

    Materialbasis

    100 % Reinacrylat-Kunststoffdispersion nach DIN 55945 mit Nassadhäsionspromotor zur Erreichung optimaler Haftfestigkeit.

    Verpackung/Gebindegrößen

    1,25, 2,5, 5 und 10 Liter

    Farbtöne

    Weiß.

    Weitere Farbtöne sind über ColorExpress tönbar. Werkseitig abgetönt lieferbar bei Bezug von 100 Litern und mehr in einem Farbton und Auftrag.

    Vor der Verarbeitung muss das Material auf Farbtongenauigkeit und Beschaffenheit überprüft werden. Beanstandungen zu Abweichungen vom Liefersoll können nach der Verarbeitung nicht mehr anerkannt werden. 

    Auf zusammenhängenden Flächen abgetöntes Material mit gleicher Charge verarbeiten oder Material unterschiedlicher Chargen vorher untereinander mischen.

    Intensive Farbtöne weisen unter Umständen ein geringeres Deckvermögen auf. Es empfiehlt sich deshalb bei diesen Farbtönen einen vergleichbaren, deckenden, auf Weiß basierenden, pastelligen Farbton vorzustreichen. Evtl. kann eine zweite Beschichtung erforderlich werden.

    Farbtonbeständigkeit gemäß BFS-Merkblatt Nr. 26:

    • Klasse  A
    • Pigmentgruppe: 1–3, je nach Farbton

    Glanzgrad

    Reflektometerwert: 
    Klasse G2 (mittlerer Glanz) nach DIN EN 1062-1
    Messwinkel 60°, Anforderung ≤ 60
    Messwinkel 85°, Anforderung > 10

    Lagerung

    Kühl, frostgeschützt und Vermeidung großer Temperaturschwankungen. Vor direkter Sonnenbestrahlung schützen. Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.
    In original verschlossener Verpackung mindestens 1Monate haltbar.

    Technische Daten

    • Nassabriebbeständigkeit: R-Klasse 1 nach DIN EN 13 300 (≤ 5 µm bei 200 Scheuerzyklen)
    • Deckvermögen: Klasse 1 nach DIN EN 13 300 
    • Kohlenstoffdioxid-Durchlässigkeit: Klasse C1 nach DIN EN 1062-1 (sd > 50 m nach EN 1062-6)

    Dichte

    ρ ≈ 1,4 g/cm3

    Größtkorn

    Klasse S1 nach DIN EN 1062-1
    S <100 µm nach EN ISO 1524

    Trockenschichtdicke

    Klasse E2 nach DIN EN 1062-1
    E = 50–100 µm nach ISO 3233

    Wasserdurch­lässig­keits­rate

    Klasse W3 (niedrig) nach DIN EN 1062-1
    W ≤ 0,1 kg/(m2h1/2) nach EN 1062-3

    Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

    Klasse V2 (mittel) nach DIN EN 1062-1
    sd ≥ 0,14 - < 1,4 m nach EN ISO 7783-2

    Ergänzungsprodukte

    OptiSilan TiefGrund, CapaGrund Universal

    Hinweis

    Der eingebaute „Nass-Adhäsions-Promotor" verhindert, wie in unserem Labortest auf Glasplatten ­dargestellt, selbst bei extremer Nassbelastung ein Aufquellen des Bindemittels und bewahrt den Anstrich somit dauerhaft vor Blasen­bildung und Abblätterung.
    Bild 3 (003453.jpg)Bild 4 (003454.jpg)
    Links: Herkömmliche Dispersions-Fassadenfarbe, rechts: Amphibolin.

    Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

    innen 1innen 2innen 3außen 1außen 2
    +++++
    (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

    Geeignete Untergründe

    • Mineralische Untergründe, z.B. Putze ab CS II nach DIN EN 998-1 (Druckfestigkeit mind. 2,0 N/mm2) bzw. ab PII nach DIN 18550
    • Pastöse Putze und Beschichtungen auf Dispersions-, Siliconharz- und Dispersions-Silikatbasis und auf Silikatbasis
    • Beton, Ziegelsichtmauerwerk, Altbeschichtungen, verzinkte Flächen, Hart-PVC, nicht maßhaltiges Holz
    • Im Innenbereich z.B. auch Gipsputze, Gipsbauplatten und Gipsplatten, Tapeten

    Der Untergrund muss fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten. Um farbtoneinheitliche Beschichtungen zu erzielen, den Untergrund gleichmäßig saugend­ einstellen.

    Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren.

    Auf die Technische Information Nr. 650 von Caparol "Untergründe und deren Vorbehandlung" wird verwiesen.

    Untergrundvorbereitung

    Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend. Die Beschichtung erfolgt nach ggf. erforderlicher Untergrundvorbereitung.

    Schutzmaßnahmen:
    Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte, lasierte, eloxierte und zu schützende Flächen sorgfältig abdecken. Spritzer sofort mit Wasser entfernen.

    Außenbereich:

    Reinigung der Untergründe:
    Verschmutzte Bereiche reinigen, nicht tragfähige Schichten mit geeigneter Methode entfernen. Gesetzliche Vorgaben beachten. Bei Behandlung mit Wasser ausreichende Trockenzeiten einhalten.

    Mögliche Verfahren (nicht abschließend):

    • Reinigung trocken: Abkehren, Abbürsten.
    • Druckwasserstrahlen: max. Temperatur 60° C, max. Druck 60 bar. 
    • Reinigung mechanisch: Abbeizen, Abschleifen, Abschaben, lokaler Rückbau etc.

    Die Wartezeit zur Überarbeitung neuer Putze ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Bei niedrigen Temperaturen und hohen Luftfeuchten verlängert sie sich. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte und dienen zur Orientierung.

    Neue mineralische Putze:
    • Richtwert: mind. 1 Tag pro mm Gesamtschichtdicke aus Unter- und Oberputz, jedoch mind. 14 Tage. Längere Wartezeiten reduzieren das Risiko von Kalkausblühungen.
    • Durch eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei mineralischen Oberputzen, so dass bereits nach einer Standzeit von mind. 7 Tagen beschichtet werden kann. Alternativ können mineralische Putze mit Sylitol Finish 130 beschichtet werden.
    • Besonders getönte Farbgebungen erfordern ggf. Maßnahmen (z.B. längere Standzeiten vom Putz-Untergrund, eine Grundierung mit CapaGrund Universal, Witterungsschutz).

    Wartezeit neue pastöse Putze:
    Überarbeitung nach vollständiger Durchtrocknung, frühestens nach 2-3 Tagen.
    Ggf. Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.

    Alte mineralische Putze, Beton, mineralische Beschichtungen:
    Reinigung, nicht tragfähige Schichten entfernen.
    Schwach saugend, glatt: Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
    Grob porös, saugend, leicht sandend: Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund.
    Stark sandend, mehlend: Grundbeschichtung mit OptiSilan Tiefgrund oder Dupa fix Grund.

    Alte, pastöse matte Beschichtungen, Lacke:
    Reinigung, nicht tragfähige Schichten entfernen.
    Mäßig saugend: CapaGrund Universal bis max. 3% Wasser verdünnt.
    Stark saugend, kreidend, sandend: Grundbeschichtung mit  Dupa fix Grund.
    Ggf. Zwischenbeschichtung mit CapaGrund Universal.

    Glänzende und wasserabperlende (hydrophobe) Oberflächen:
    Ggf. mechanisch anrauen. Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal.
    Sollte nach dem mechanischen Anrauen noch immer ein Wasserabperlen vorhanden sein, wird eine Grundbeschichtung mit Dupa-HaftGrund empfohlen.

    Putz / Beton mit Sinterschicht, Putzausbesserungen:
    Reinigung, nicht tragfähige Schichten entfernen.
    Mit Histolith® Fluat einstreichen und nachwaschen.
    Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein.

    Beton mit Anforderungen nach DIN EN 1504-2:
    Auf das Disbon-Produktprogramm wird verwiesen.

    Rissige Putz- oder Betonflächen:
    Die Ursache von Rissen in Untergründen aufklären und Risse, abhängig von Rissart und Umfang, geeignet sanieren. Je nach Rissklasse mit FibroSil oder PermaSilan beschichten.

    Pilz- oder algenbefallene Flächen:
    Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Nach Abtrocknung mit einem Fungizid nach Herstellerangaben vorbehandeln. 

    Salzausblühungen, Feuchtigkeit:
    Durch Mineralsalze werden Beschichtungen frühzeitig zerstört. Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen und (aufsteigender) Feuchtigkeit kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salzausblühung keine Gewähr übernommen werden. 
    Auf das Histolith® Produktprogramm wird verwiesen.

    Porenbeton mit tragfähiger Altbeschichtung: 
    Intakte Flächen reinigen. Eine Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal wird empfohlen. Bei nicht intakten Porenbetonbeschichtungen das Caparol Bautenschutzprogramm beachten.

    Ziegel-Sichtmauerwerk: 
    Nur frostbeständige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse sind für Beschichtungen geeignet. Das Mauerwerk muss rissfrei ver­fugt, trocken und salzfrei sein.
    Grund­beschichtung mit Dupa fix Grund. Bei Braun­ver­fär­bun­gen in der Zwischenbeschichtung mit der wasserfreien Fassa­den­­­­­­farbe Duparol weiterarbeiten.

    Kalksandstein-Mauerwerk:
    Das Mauerwerk muss rissfrei ver­fugt, trocken und salzfrei sein. Kreidende/mehlende Oberflächen reini­gen. Grund­beschich­tung mit OptiSilan TiefGrund.

    Faserzementplatten:
    ohne Asbestfasern
    Grundbeschichtung entsprechend unserer Technischen Information Nr. 650 "Untergründe und deren Vorbehandlung".
    Freiverbaute Platten einschließlich der Rückseite und der Kanten behandeln.
    Neue, stark alkalische Faserzementplatten: zur Vermeidung von Kalkausblühungen Grundbeschichtung mit Disbon 481 EP-Universalprimer.

    Zementgebundene Holzspanplatten:
    Grundierung mit Disbon 481 EP-Universalprimer zur Vermeidung von Kalkausblühungen.

    Tragfähige, alte plasto-elastische Dispersionsfarben-Beschichtungen, z.B. alte Cap-elast Flächen:
    Reinigung, minderfeste Schichten entfernen.
    Bei Beschichtung dieser Untergründe sollte Amphibolin ausschließlich in Weiß oder in hellen bis mittleren Farbtönen mit Hellbezugswerten > 60 ausgeführt werden. 

    Holz, nicht maßhaltig, ungestrichen:
    Bei neuem Holz Harzaustritte und Harzgallen entfernen. Fettreiche tropische Hölzer mit Nitroverdünnung abwaschen. Bei alten Hölzern angewitterte Schichten bis zum gesunden Holz entfernen. Die Holzfeuchte darf bei Laubhölzern max. 12 %, bei Nadelhölzern max. 15 % betragen.
    Grundbeschichtung mit CapaWood Aqua Isolation.
    Bei Hölzern, die zur Verfärbung neigen, ist eine Zwischenbeschichtung mit CapaWood Aqua Isolation erforderlich.

    Verzinkte Flächen:
    Reinigung der Zinkoberfläche.
    Bei farbigen Beschichtungen auf verzinkten Flächen kann es bei hoher Feuchteeinwirkung zu weißen Ausblühungen kommen. Diese trocken abwischen und mit einer zusätzlichen Beschichtung mit Amphibolin versehen.

    Hart-PVC:
    Reinigen und anschleifen. 

    Coil-Coating-Beschichtungen:
    Mit ammoniakalischer Netzmittelwäsche reinigen. Grundbeschichtng mit Amphibolin, unverdünnt.
    Beachten: Siliconhaltige Coil-Coating-Beschichtungen sind nicht überstreichbar. Da diese auf der Baustelle nicht feststellbar sind, muss immer eine Probebeschichtung mit nachfolgender Haftprüfung vorgenommen werden. 

    Innenbereich:

    Putze nach DIN EN 998-1 Klasse CS II - CS IV / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm2: Feste, normal saugende und ebene Putze können ohne Grundbeschichtung beschichtet werden. Auf leicht sandenden, saugenden Putzen ein Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund oder Sylitol® RapidGrund 111. Auf stärker sandenden Putzen ein Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. 

    Gipsputze nach DIN EN 13279-1 / Druckfestigkeit mind. 2 N/mm2: Gipsputze mit Sinterhaut schleifen und entstauben, Grundanstrich mit OptiSilan TiefGrund oder Sylitol® RapidGrund 111. 

    Gipsbauplatten: Auf saugenden Platten eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund (Beplankung siehe auch Gipskartonplatten). 

    Gipskartonplatten: Spachtelgrate abschleifen und Fläche entstauben. Geschliffene Gipsspachtelstellen sowie die Gipskartonplatten mit OptiSilan TiefGrund oder Sylitol® RapidGrund 111 grundieren. Bei stärkerem Saugverhalten immer eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit CapaTex IsoMat. 

    Kalksandstein-Sichtmauerwerk: Vorhandene Salzausblühungen trocken abbürsten. Grundbeschichtung mit Sylitol® RapidGrund 111. Bei stärkerem Saugverhalten eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund.  

    Beton: Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund oder Sylitol® RapidGrund 111. 

    Tragfähige Beschichtungen: Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen und Lackbeschichtungen anrauen.  

    Nicht tragfähige Beschichtungen: Nicht tragfähige Lack- und Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf grob porösen, sandenden bzw. saugenden Flächen eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben. Eine Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. 

    Leimfarbenanstriche: Grundrein abwaschen. Alternativ mechanisch entfernen, nachwaschen und Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. 

    Raufaser-, Relief- oder Prägetapeten aus Papier und Mustertapeten: Ohne Vorbehandlung beschichten. Bei Relief- und Prägetapeten aus Papier sowie Mustertapeten ist ein Probeanstrich durchzuführen. Geschäumte Tapeten können bei Beschichtung zu Zwischenreaktionen (Klebrigkeit, Geruch) führen. 

    Entfernte Tapeten: Kleister und Makulaturreste abwaschen. Ein Grundanstrich mit OptiSilan TiefGrund. 

    Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken: Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser unter Zusatz fettlösender Reinigungsmittel abwaschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten reinigen. Eine absperrende Grundbeschichtung mit CapaTex IsoMat. 

    Schimmelbefallene Flächen: Schimmelbelag durch Nassreinigung entfernen. Flächen mit einem Fungizid durchwaschen und gut trocknen lassen. Hierbei sind die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten. 

    Holz- und Holzwerkstoffe: Ein Grundanstrich mit CapaWood Aqua Isolation. Auf mit Melaminharz werkseitig beschichteten Platten ein Grundanstrich mit Capacryl Aqua UniPrimer. Die Fugenbereiche/Plattenstöße sind nicht rissfrei zu überarbeiten. Hier wird bei höheren optischen Anforderungen eine Entkopplungsschicht mit dünnen Gipsplatten mit entsprechender Verspachtelung empfohlen. 

    Alte Kalkspachteltechniken: Sinterschicht an der Oberfläche durch Schleifen entfernen. Bei negativer Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche muss die gesamte Kalkspachtelschicht entfernt und der Untergrund entsprechend neu aufgebaut werden. Bei positiver Benetzungsprobe mit Wasser auf geschliffener Fläche, Grundbeschichtung mit OptiSilan TiefGrund. 

    Fehlstellen: Tiefe Löcher entsprechend verfüllen. 

    Hinweis Q2/Q3 Spachtelung / dünne Gipsschichten < 0,5mm: Bei Verwendung gipshaltiger, hydraulisch abbindender Spachtelmassen in der Qualitätsstufe Q2/Q3 wird eine transparente, wässrige Grundierung empfohlen.
    Alternativ zur gipshaltigen Q3 Spachtelung haben sich Spachtelungen mit pastösen Spachtelmassen bewährt. 

    Auftragsverfahren

    Auftrag mit Pinsel / Rolle
    Material gut aufrühren.

    Airless-Spritzverfahren
    Material gut aufrühren und durchsieben.
    Spritzwinkel: 50°
    Düse: 0,017"– 0,021
    Spritzdruck: 150 – 180 bar
    Pistolenfilter im MW: 0,031 mm

    Auftrag mit Nespri-Geräten
    Material gut aufrühren und durchsieben.
    Doppeldüse 0,016" - 0,019"
    Materialtemperatur wird automatisch geregelt. Der Spritzdruck (geöffnete Spritzpistole) beim Grundgerät NespriPRO liegt im grün gekennzeichneten Bereich des Manometers. Bei der NespriKIT-Schlauchtrommel ist dieses in Eigenverantwortung am jeweiligen Airlessgerät einzustellen.
    Die Verwendung von Amphibolin in Nespri-Geräten ist möglich, aber nicht nebelfrei!

    Das Spritzen ist nur unter Beachtung der Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften erlaubt.

    Beschichtungsaufbau

    Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten.

    Grundbeschichtung:
    Entsprechend den Vorgaben unter Punkt "Untergrundvorbereitung". 

    Auftrag mit Pinsel / Rolle
    Zwischenbeschichtung:
    Amphibolin max. 5 % Wasser verdünnt.

    Schlussbeschichtung:
    Amphibolin unverdünnt bzw. mit max. 5 % Wasser verdünnt.

    Airless-Spritzverfahren
    Zwischen- und Schlussbeschichtung: 
    Amphobolin mit max. 5% Wasser verdünnt.
    Ein leichtes Nachrollen der noch nassen Beschichtung mit einer Walze wird empfohlen.

    Auftrag mit Nespri-Geräten
    Zwischen- und Schlussbeschichtung:
    Amphobolin mit max. 5% Wasser verdünnt mit den speziellen Nespri-Geräten auftragen.
    Die nasse Beschichtung mit einer Walze leicht nachrollen.

    Verbrauch

    • Ca. 8 m2 /L pro Arbeits­gang auf glattem Untergrund.
    Auf rauhen Flächen entspre­chend mehr. Exakten Verbrauch durch Probe­­beschich­tung ermitteln.

    Verarbeitungsbedingungen

    Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5°C und über +30°C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.

    Bei ungünstigen Witterungsbedingungen sind geeignete Maßnahmen zum Schutz der bearbeiteten Fassadenflächen zu treffen.

    Trocknung/Trockenzeit

    Grund- bzw. Zwischenbeschichtungen müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken, Putz muss ausreichend abgebunden sein.

    Die Wartezeit zur Überarbeitung ist u.a. abhängig von Witterungseinflüssen und der Schichtdicke. Die Angaben beziehen sich auf 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und dienen als Orientierung.
    Die Durchtrocknung bzw. Aushärtung des Materials findet durch chemisch-physikalische Vorgänge und die Abgabe des enthaltenen Wassers, d. h. dessen Verdunstung, statt. Kühle und feuchte Umgebungen verzögern diese Prozesse.

    • oberflächentrocken nach ca. 3 Stunden
    • überstreichbar nach ca. 12 Stunden
    • durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen

    Werkzeugreinigung

    Sofort nach Gebrauch mit Wasser unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben.

    Hinweis

    Bei Fassadenflächen, die unter speziellen Objektbedingungen oder durch natürliche Witterungseinflüsse stärker als üblich feuchtebelastet werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Pilz- und Algenbildung. Ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs kann nicht zugesichert werden. Durch Auftrag einer mit Filmschutz ausgerüsteten Fassadenfarbe lässt sich das Risiko eines Befalls durch Mikroorganismen deutlich verringern.

    Bei Hellbezugswerten (HBW) unter 20 muss der Putz in WDVS nach Durchtrocknung je nach Anforderung mit einer solar-reflektierenden Fassadenfarbe (CoolProtect mit TSR-Wert ≥ 25) in mindestens zwei Lagen beschichtet werden.
    Auf massiven Wandbildnern sind bei HBW < 30 besondere Maßnahmen zu ergreifen, z.B. ein zusätzlicher Armierungsputz mit vollflächiger Gewebeeinlage auf dem Leichtunterputz, bei HBW < 20 zusätzlich eine solar-reflektierende Fassadenfarbe mit TSR ≥ 25.
    Grenzen der Umsetzbarkeit im jeweiligen System beachten.

    Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung der Oberfläche zu hellen Streifen (Schreibeffekt) führen. Dieses ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten bis seidenmatten Fassadenfarben und hat keinen Einfluss auf die Produktqualität und -funktionalität. ThermoSan® NQG® (Nespri) vermindert diese bei allen matten Fassadenfarben produktspezifische Eigenschaft.

    Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren ent­stehen (Emulgatorenläufer). Diese Hilfsstoffe sind wasser­löslich und werden mit ausreichend Wasser, z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regen­fällen, selb­ständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal wird empfohlen.

    Ausbesserungen in der Fläche können sich, selbst bei Verwendung des originalen Beschichtungsmaterials, mehr oder weniger stark abzeichnen. Abzeichnungen sind gemäß BFS-Merkblatt 25 unvermeidbar. Ob eine Ausbesserung als optisch störend empfunden wird, hängt von vielen Faktoren ab wie Farbton, Glanzgrad, Schichtdicke, Untergrund, Beleuchtung usw.

    Horizontale Flächen konstruktiv schützen (z.B. durch Verblechung).

    Die Verwendung von Flächendesinfektionsmitteln auf Phenolbasis kann zur Vergilbung der Oberfläche führen. 

    Gutachten

    • Amphibolin Kohlendioxiddurchlässigkeit
    • Amphibolin Helligkeit
    • Amphibolin Desinfektionsmittelbeständigkeit

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Achtung. 
    Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Einatmen von Nebel oder Dampf vermeiden. Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen. Schutzhandschuhe tragen. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen. Inhalt/ Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen. Enthält: 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on, Reaktionsmasse aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1). 

    Entsorgung

    Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

    dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 1 g/l VOC.

    Produkt-Code Farben und Lacke

    BSW20

    Deklaration der Inhaltsstoffe

    Polyacrylatharz, Polysiloxane, Titandioxid, Silikate, Calciumcarbonat, Aluminiumhydroxid, Wasser, Additive, Konservierungsmittel.

    Nähere Angaben

    siehe Sicherheitsdatenblätter

    Technischer Beratungsservice

    DAW Belgium B.V.
    Tél.: (+32) (0)11 60 56 30
    E-mail: info-tech@daw.be
    www.caparol.be