Verwendungszweck
Bodenflächen:Für mineralische Bodenflächen und Hartasphaltestriche im Innenbereich in Industrie und Gewerbe, wie z.B. in Versorgungs-, Sozialräumen, Heizzentralen, Lägern, Archiven, Magazinen, auf Gängen, Fluchtwegen, Nottreppen. Kann mit (leichte) Trolleys, Karren, usw. befahren werden.
Nicht geeignet für Böden miet dauerhaften Wasserbelastung.
Nicht beständig gegenüber Weichmachern aus Autoreifen.
Wandflächen:
Für mineralische Wandflächen, die hohen Belastungen durch Chemikalien, Desinfektionsmittel oder Feuchtigkeit ausgesetzt sind, wie z.B. in Krankenhäusern, Lüftungsschächten, Laboratorien, Produktionsräumen der Lebens- und Genussmittelindustrie. Zwischen- und Schlussbeschichtung für Capaver Glasgewebe und Capaver AkkordVlies-Z.
Eigenschaften
- desinfektionsmittelbeständig
- Prüfung für die Anwendung in der Lebensmittelindustrie
- dekontaminierbarket sehr gut nach DIN 25 415/ISO 8690
- diffusionsfähig
- emissionsminimiert (AgBB-konform & Eurofins IAC Gold zertifiziert)
- Excellente Reinigbarkeit
- Nicht H2O-absorbierend
- schadstoffgeprüft und -überwacht
Materialbasis
2K-Epoxidharz, wässrigVerpackung/Gebindegrößen
- Standard:
5 kg, 10 kg Kunststoff-Kombi-Gebinde, - ColorExpress:
5kg, 10 kg Kunststoff-Kombi-Gebinde
Farbtöne
- ColorExpress:
Wunschfarbton tönbar an den ColorExpress-Station
- Die Gebinde sind nicht Farbrüttler geeignet. Die Pigmentpaste muss mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) untergemischt werden, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht
Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden. Bei schwach deckenden Farbtönen (z.B. Gelb, Orange oder Rot) können mehrere Arbeitsgänge erforderlich sein. Ggf. sollte der erste Anstrich mit einem gut deckenden Grundierfarbton erfolgen.
Farbtonveränderungen und Kreidungserscheinungen sind bei UV- und Witterungseinflüssen möglich. Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien (z.B. Desinfektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen.
Glanzgrad
Seidenglänzend, G2Lagerung
Kühl, trocken, frostfreiDie Temperatur der Komponenten soll beim Mischvorgang zwischen 15 °C und 25 °C liegen. Originalverschlossenes Gebinde mindestens 24 Monaten lagerstabil.
Dichte
ρ ≈ 1,4 g/cm3Trockenschichtdicke
ca. 35 µm/100 g/m2Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)
ca. 40.000Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g)
99 mg/30 cm2Geeignete Untergründe
Der Untergrund muss eben, trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.Bodenflächen:
Beton und Zementestrich sowie starre EP-Beschichtungen und Hartasphaltestriche im Innenbereich.
Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten.
Die zulässige Restfeuchte beträgt bei Beton und Zementestrich maximal 4 CM-%.
Hartasphaltestriche müssen mind. der Härteklasse IC 15 entsprechen und dürfen sich unter den gegebenen Temperaturbedingungen und mechanischen Belastungen nicht verformen.
Wandflächen:
An Wandflächen DisboPOX 447 auf Capaver Glasgewebe, Capaver AkkordVlies-Z, Disbofein 332 Spachtel, Disbocret 505 Feinspachtel und Caparol-Akkordspachtel KF einsetzbar.
Die Eignung von Putzen der MG PII und PIII muss bauseits geprüft werden. Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 0,8 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 0,5 N/mm2 nicht unterschreiten.
Andere Untergrundarten bzw. Vorgehensweisen bedürfen einer gesonderten Beratung durch Disbon.
Untergrundvorbereitung
Untergrund durch geeignete mechanische Verfahren wie z.B. Kugelstrahlen oder Diamantschleiftechnik vorzubereiten.
Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.
Bei Hartasphaltestrich muss der Zuschlagstoff nach der Vorbereitung zu mind. 75 % sichtbar sein.
Starre EP-Beschichtungen sind gründlich zu reinigen, anschließend anzuschleifen bzw. matt zu strahlen (bis zum Weißbruch).
Materialzubereitung
Komp A aufrühren und Komp. B zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten). Gegebenenfalls langsam die erforderliche Menge DisboADD® 947 einrühren.Mischungsverhältnis
Komp. A: Komp. B = 3 : 2 GewichtsteileAuftragsverfahren
Je nach Anwendung mit Pinsel, mittelfloriger Walze (11 mm Polyamid) oder Airlessgerät (ohne Filter, mind. 50 bar, Düse: 0,015–0,017 inch, Spritzwinkel: 45 °, Nachrollen wird empfohlen).
Auf gleichmäßige Schichtdicken achten, da sonst Glanzunterschiede auftreten können.
Beschichtungsaufbau
GrundierungStark saugende Untergründe mit DisboPOX® W 443 oder DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS grundieren. Normal oder schwach saugende Untergründe können alternativ mit DisboPOX® W 447, 5–10 % mit Wasser verdünnt grundiert werden.
Nichtsaugende Untergründe wie Altanstriche und Hartasphalt unverdünnt grundieren.
Zur Egalisierung von Rautiefen kann eine Kratzspachtelung eingesetzt werden: Siehe Technische Information DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS oder DisboPOX®W 453 Beschichtungsaufbau
Versiegelung
Zwischen- und Schlussanstrich unverdünnt auftragen.
Zur Erzielung einer rutschhemmenden Oberfläche dem Schlussanstrich bis zu 4 Gew.-% DisboADD® 947 Glasperlen fine zugegeben.
Oberflächengestaltungen
DisboADD® 8255 Farbchips 1 - 2 mm oder
DisboADD® 948 Farbchips 2 - 4 mm (nach Trocknung mit DisboPUR® W 458 versiegeln)
Verbrauch
| Grundierung | |
| DisboPOX® W 443 oder DisboPOX® W 447 5 - 10% mit Wasser verdünnt oder DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS | ca. 200 g/m2 ca. 200 g/m2 ca. 400 g/m2 |
| Capaver Glasgewebe und Capadecor AkkordVlies-Z DisboPOX® W 447 max. 5 % mit Wasser verdünnt | ca. 120–200 g/m2 |
| Versiegelung | |
| Bodenflächen DisboPOX® W 447✱ | ca. 200–250 g/m2 je Auftrag |
| Bodenfläche rutschhemmend DisboPOX® W 447✱ DisboADD 947 Glasperlen, fine 75 - 150 µm (Slidestop) DisboADD® 8255 Farbchips | ca.250 g/m2 für R9 ca. 2,5 g/m2 (1 Gew.%) für R10 ca. 10 g/m2 (4 Gew.%) für R10 ca. 10 g/m2 |
| Wandflächen | ca. 120–180 g/m2 je Auftrag |
Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln.
✱ Bei Kontakt mit Autoreifen o.Ä. können Verfärbungen auftreten
Verarbeitbarkeitsdauer
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 90 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
| Hinweis: Das Ende der Topfzeit ist optisch nicht erkennbar. Ein Überschreiten führt zu Glanzgrad- und Farbtonveränderungen sowie zu niedrigeren Festigkeiten und Haftungsverlusten mit dem Untergrund. |
Verarbeitungsbedingungen
Die Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur muss mindestens 10 °C betragen und darf 30 °C nicht überschreiten.Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Während der Trocknungsphase für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen, da durch das Verdunsten des enthaltenen Wassers die Luftfeuchtigkeit ansteigen kann. Zugluft vermeiden.
Wartezeiten
Die Wartezeiten zwischen den Arbeitsgängen sollten bei 20 °C mind. 6 und max. 48 Stunden betragen.Bei längeren Wartezeiten muß die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges angeschliffen werden. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt und durch niedrigere verlängert.
Trocknung/Trockenzeit
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 6 Stunden begeh- und uberarbeitbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar. Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger.
Während des Aushärtungsprozesses aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser oder warmem Seifenwasser.Gutachten
Aktuelle Gutachten auf Anfrage.
Reinigung und Pflege
| Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten. Farbtonveränderungen und Kreidungserscheinungen sind bei UV- und Witterungseinflüssen möglich. Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien (z.B. Desinfektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen. Das BFS-Merkblatt 25 ist zu beachten. Durch schleifende Beanspruchungen kann die Oberfläche verkratzen. Die Funktionsfähigkeit wird dadurch nicht beeinflusst. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden. |
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Nur für gewerbliche Anwender.
Komponente A:
Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Schutzhandschuhe/ Augenschutz tragen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
Enthält: 3-Aminomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylamin, m-Phenylenbis(methylamin). Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
Komponente B:
Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Enthält Reaktionsmasse aus 5-Chlor-2-methyl-2Hisothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1). Enthält epoxidhaltige Verbindungen. Gefahrenhinweise/ Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)
Entsorgung
Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben.
Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen. Nicht ausgehärtete Produktrete sind Sonderabfall.
EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt
dieses Produktes (Kat. A/j): 140 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 15 g/l VOC.Giscode
RE 10Nähere Angaben
Siehe Sicherheitsdatenblätter.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Disbon Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten.
CE-Kennzeichung
| Disbon GmbH Roßdörfer Straße 50, D-64372 Ober-Ramstadt 08 DIS-447-001248 EN 13813:2002 | |
| Kunstharzestrich/Kunstharzbeschichtung für die Anwendung in Innenräumen EN 13813:SR-Efl-B1,5-AR1-IR4 | |
| Brandverhalten | Efl |
| Freisetzung korrosiver Substanzen | SR |
| Wasserdurchlässigkeit | NPD |
| Verschleißwiderstand | ≤ AR1 |
| Haftzugfestigkeit | ≥ B1,5 |
| Schlagfestigkeit | ≥ IR4 |
EN 13813
Die EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fußbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.
Produkte, die einer o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde sowie im Anhnag der Leistungserklärung gemäß BauPVO, die im Internet unter www.disbon.de abgerufen werden kann.
Technische Beratung
Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.Technischer Beratungsservice
DAW Belgium B.V.Tél.: (+32) (0)11 60 56 30
Fax: (+32) (0)11 52 56 07
E-mail: info-tech@daw.be
www.caparol.be




